Advertentie
Aantal personages
Mannen: 3
Vrouwen: 1
Personages
Yokram, Chra, Attergal, Kilo
Genre(s)
Drama
Synopsis
Haben die Stücke von Rob de Graaf oft etwas Empfindliches und Verschlossenes, weil dem Zuschauer eine mühsam aufrechterhaltene Utopie vermittelt wird, die jeden Moment zerbrechen kann, so ist die Illusion in Geslacht (Geschlecht oder Geschlachtet) - wie der Titel bereits andeutet - schon geplatzt. Zweifellos von dem Klassiker Who is afraid of Virginia Woolf inspiriert, rauchen und trinken die beiden heruntergekommenen Yuppies Yokram und Chra drauflos und mäkeln wie in einem zerstörerischen Spiel giftig und humorvoll aneinander herum. Auch im Beisein ihres "besten Freundes" Attergat, der kommt, um seine neue Liebe aus Chile vorzustellen, dreht sich alles um das Wortgefecht, das sie miteinander führen, voll starker Metaphern, die sich vor allem auf Äußerlichkeit und körperliche Alterung richten. Dennoch ist auch diese Gesellschaft von Verschlossenheit geprägt. Mit empörender Leichtigkeit wird der Chilene als exotisches Naturwesen abqualifiziert. Er wird wohl ein Glücksjäger sein, so wird unterstellt; die Gastgeberin äußert die Vermutung, dass sein Mannsein in seiner homosexuellen Beziehung unterdrückt wird, und bietet sich ihm an. Ein Vergleich mit einer niederländischen Gesellschaft, die, in sich zerstritten, versucht, eine Einheit gegenüber Asylbewerbern und Andersdenkenden zu bilden und ihnen als Kollektiv einen Stempel aufdrückt, kann nicht ausbleiben. Eine existentielle Verzweiflung erweist sich als verbindend. Die Beziehung zwischen Yokram und Chra mit ihren protzigen Sektennamen ist ebenso vielsagend. Yokram ist der Intellektuelle, der nichts auf die Macht des Kapitalismus erwidern kann, gegen den er einst kämpfte, indem er als Hausbesetzer Zerstörung befürwortete. Schließlich hat er eine Unternehmerin geheiratet, die ihr Leben in das Zeichen ihres Unternehmens und des Geldes gestellt hat. Die beiden haben einander in einem erstickenden Würgegriff. Selbst dann, als Chra an Krebs erkrankt und dahinsiecht, bleibt Yokram ihr treu. Opfer ihres Spiels wird das frischgebackene Paar. Attergat, der noch ein wenig Idealismus zu hegen schien, vereint beide Kehrseiten in sich. Er, der ehemalige Hausbesetzer, hat Betriebswirtschaftslehre studiert und ist später Stadtverordneter geworden, der in seinem Viertel für den Straßenbau zuständig ist. Für sein Abenteuer mit dem Chilenen, und in der Hoffnung auf eine neue Jugend, hat er seine Stelle aufgegeben. Doch ebenso leicht, wie er beschwört, ihn zu lieben, sagt er, dass er sich nach etwas Neuem umschauen wird, sobald der Chilene nicht mehr da ist. Dieser kehrt in sein Land zurück und heiratet die Frau, die dort auf ihn wartete. In Holland gefiel es ihm doch nicht so gut; zu kalt und zu kühl - auch dem angeblichen Naturmenschen ist ein gewisser Pragmatismus nicht fremd. Geslacht ging am
Deze tekst is vertaald door
onbekende vertaler (Geslacht (D), duits, 2004)